18.00 – 02.00
Francisco Sierras Kunst in “einheitliche“ Worte zu fassen, ist ein schwieriges Unterfangen. Sein umfangreiches Oeuvre hat zahlreiche Facetten, ändert sich: wie ein Chamäleon. Und doch spürt man die Künstlerpersönlichkeit auf jedem Quadratzentimeter Leinwandfläche. Allen Arbeiten gemein ist eine erfrischende Ironie, mit welcher er sich durch sein eigenes künstlerisches Universum schlängelt. Mal malt er fotorealistische Bilder von Menschen, Gegenständen oder Landschaften, gespickt mit Humor und “hintergründiger Tiefgründigkeit“, dann wieder arbeitet er an absurden, surrealen Kompositionen, die, fast kindlich-naiv, mit unvergleichbarem Können auf Papier oder Leinwand gebracht werden.
Er ist ein grosser Erzähler, dem die Inhalte nie auszugehen scheinen. Kaum hat man sich einen Überblick über ein Thema verschafft, eröffnet der Künstler ein neues, künstlerisches Feld mit zahlreichen, “liebevoll-bös“ gestalteten Fallstricken. Seine Kunst verblüfft stets aufs Neue – regt an, manchmal auf; ein wunderbarer Beitrag zum Malereidiskurs der Gegenwart.